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Chinesische Arzneimitteltherapie

Die nächste Ausbildung beginnt am 15./16.09.2012

Möglichkeiten zum Schnuppern

14./15.04.2012
(innerhalb der laufenden TCM-Ausbildung)
Einführung in die Pharmakologie mit ausgewählten Fertigarzneimitteln, Ina Horn
Sonderpreis EUR 149,00

einen Samstag kostenloser Probeunterricht
in der laufenden Ausbildung Chinesische Arzneimitteltherapie: aktuelle Termine entnehmen Sie bitte unter www.abz-west.de
Da die Probehörer pro Wochenende begrenzt sind, bitte unbedingt vorherige Anmeldung!

kostenlose Infoabende
Jeden ersten Mittwoch im Monat
um 18.00 Uhr

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Arzneimitteltherapie als bedeutender Teil der Chinesischen Medizin

Die Chinesische Medizin (Zhong Yi) weist dem modernen Menschen seinen Platz in der natürlichen kosmischen Ordnung zu. In ihr besitzt der Mensch zwar zentrale Bedeutung, ist aber den rhythmischen Zyklen der Natur unterworfen. Der Mensch nimmt die Energie des Himmels über die Atmung und die Energie der Erde mit der Nahrung auf. Stets befindet er sich inmitten eines universalen Flusses der Energie, die in China „Qi“ genannt wird.
Gesundheit ist das Streben, im dynamischen Gleichgewicht von Yin und Yang zu leben. Entstehung und Entwicklung von Krankheit betrachtet die Chinesische Medizin als Ausdruck einer Unausgewogenheit zwischen Yin und Yang und den Fünf Wandlungsphasen („Elementen“).
Das Ziel der Therapie ist es, sowohl mit der Welt um sich herum als auch mit sich selbst in Harmonie zu sein. Dann kann das Qi frei fließen. Dieser ungehinderte Fluss des Qi ist die Grundlage für die Gesundheit eines Menschen an Körper, Geist und Seele.
Therapeutisch bietet die Chinesische Medizin zwei hochspezifische Heilmethoden: Akupunktur und Moxibustion (Zhen Jiu) und Kräutermedizin (Zhong Yao).
Akupunktur und Moxibustion sind eine wirksame Methode, den Fluss des Qi „von außen“ über Akupunkturpunkte zu regulieren und innere Organe zu beeinflussen. So wird das Gleichgewicht der Kräfte wiederhergestellt. Während Akupunktur und Moxibustion zur „äußeren Therapie“ (Wai Zhi) zählen, wird die Kräutermedizin zur „inneren Therapie“ (Nei Zhi) gerechnet.  
Zur Kräutermedizin, so heißt sie im Chinesischen, obwohl sie längst nicht nur Kräuter, sondern auch Mineralien und tierische Produkte umfasst, gehört ein umfangreicher und hochdifferenzierter Arzneimittelschatz. Diese mit der Systematik der Chinesischen Medizin angewendeten Arzneimittel ermöglichen einen direkten, vielfältigen und sehr fein steuerbaren Einfluss auf die inneren Organe (Zang Fu), des Blutes (Xue) und der Körpersäfte (Jin-Ye). Insofern trägt das Studium der Arzneimitteltherapie durchaus auch zu einer Verfeinerung und Ergänzung der Akupunktur bei und bietet eine solide Basis für weitere Ausbaumöglichkeiten.
Das besondere an der chinesischen Arzneimitteltherapie, das, was sie von der westlichen Phytotherapie unterscheidet und sie in der Praxis so effektiv macht, ist ein über Jahrhunderte kontinuierlich aufeinander aufbauender theoretischer Unterbau. Die chinesische Arzneimitteltherapie basiert auf grundlegenden Konzepten der chinesischen Medizin wie den Theorien von Yin und Yang, den fünf Wandlungsphasen, den Organen, Leitbahnen usw. Die einzelnen Substanzen werden so nach Geschmack, Temperaturverhalten, Leitbahn- und Organbezug, aufsteigender oder absteigender Natur und therapeutischer Funktion beschrieben. So können TherapeutInnen die Arzneimittel sehr gezielt an bestimmte Leitbahnen, Organe oder Körperregionen “adressieren“, um sowohl akute als auch chronische Erkrankungen systematisch zu behandeln.
Grundsätzlich besteht keine Einschränkung der Anwendbarkeit der Chinesischen Arzneimitteltherapie auf bestimmte Erkrankungen. Allerdings hängt es von der Schwere und Chronizität der Erkrankung ab, wie schnell chinesische Arzneimittel für den Patienten spürbare Besserung oder Heilung bewirken.
Alle eingesetzten Arzneimittel können entweder innerlich oder äußerlich, manchmal auch gleichermaßen innerlich wie äußerlich benutzt werden. Der Erfolg einer Therapie hängt maßgeblich von folgenden Faktoren, die alle innerhalb der Ausbildung gelehrt werden, ab:

  • korrekt erstellte Diagnose,
  • genaue Kenntnis der einzelnen Drogen,
  • Kenntnisse über das Zusammenspiel von Arzneimitteln innerhalb einer Rezeptur,
  • Kenntnis der Qualität der Arzneimittel und ihrer Zubereitung

sowie der Einnahmemodi erstellter Rezepturen.
Die Anwendung chinesischer Arzneimittel verlangt darüber hinaus einen verantwortlichen Umgang bezüglich Vermeidung, Erkennung und Beherrschung von unerwünschten Arzneimittelwirkungen.